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Adapter mit Innengewinde aus Edelstahl im Metall-3D-Druck

Der Bajonettadapter verbindet zwei Komponenten eines fluidführenden Systems und fixiert sie sicher. Unten sitzt die Bajonett-Aufnahme, oben ein Innengewinde für den Anschluss. Im Metall-3D-Druck entsteht er in einem Stück aus Edelstahl 1.4404 (316L), das Gewinde wird anschliessend CNC-gedreht.

 

Wenn ein passender Adapter fehlt

In fluidführenden Systemen werden Komponenten oft über Adapter verbunden, die es nicht als Katalogteil gibt. Bei Sonderanlagen, Prüfständen oder Umbauten braucht es davon meist nur wenige Stück, und dafür lohnt sich keine Gussform. Wird der Adapter aus dem Vollen gedreht und gefräst, machen die Bajonett-Aufnahme mit ihren Fenstern und die Absätze am Schaft viel Aufwand.

Gleichzeitig muss der Adapter Kräfte aufnehmen und gegenüber dem Medium beständig sein. Ein Kunststoffteil reicht hier meist nicht aus.

Hier kann ein Adapter aus dem Metall-3D-Druck helfen.

Im Metall-3D-Druck gefertigter Bajonettadapter aus Edelstahl 1.4404 (316L) mit Innengewinde oben und Bajonett-Aufnahme unten

Die Lösung: ein Bajonettadapter aus dem Metall-3D-Druck

Der Adapter wird im Laser-Pulverbettschmelzen aus Edelstahl 1.4404 (316L) aufgebaut, mit einer Schichtdicke von 40 µm. Bajonett-Aufnahme, Fenster, Absätze und Gewindebohrung entstehen in einem Arbeitsgang. Der Druck dauert bei diesem Bauteil rund 1,5 Stunden.

Danach wird der Adapter spannungsarmgeglüht und sandgestrahlt. Das Innengewinde wird anschliessend CNC-gedreht, damit der Anschluss sauber passt. Mit dem CAD-Modell lässt sich der Adapter später jederzeit nachfertigen, ohne dass Teile auf Lager liegen müssen.

Fertigung im Überblick

Die Angaben gelten für den gezeigten Adapter. Bei anderen Bauteilen hängen sie von Grösse, Geometrie und Stückzahl ab.

Bauteildaten

Werkstoff
Edelstahl 1.4404 (316L)


Verfahren
Metall-3D-Druck (Laser-Pulverbettschmelzen)


Schichtdicke
40 µm


Druckzeit
ca. 1,5 Stunden


Branche
Fluidtechnik, Maschinen- und Anlagenbau

Nachbearbeitung

  1. Spannungsarmglühen
  2. Sandstrahlen
  3. CNC-Drehen des Innengewindes

Was der 3D-gedruckte Bajonettadapter ermöglicht

Bajonett und Gewinde in einem Teil

Bajonett-Aufnahme, Schaft und Gewindeanschluss entstehen in einem Stück. Es gibt keine Fügestellen, die geschweisst, verschraubt oder geprüft werden müssen.

Wirtschaftlich ab einem Stück

Ohne Gussform lohnt sich die Fertigung auch für Einzelteile und kleine Serien, zum Beispiel für Prüfstände, Sonderanlagen oder Umbauten.

Gewinde nach Mass

 

Das Innengewinde wird nach dem Druck CNC-gedreht. So passt der Anschluss genau zum Gegenstück im System.

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Onur Yildirim, Head of Sales Additive Manufacturing bei Hoffmann AM
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