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3D-Druck für den Maschinen- und Anlagenbau

Im Maschinen- und Anlagenbau werden viele Bauteile benötigt, die sich wegen ihrer komplexen Geometrie mit konventionellen Herstellungsverfahren gar nicht oder nur mit grossem Aufwand fertigen lassen. Ein Beispiel ist der abgebildete Verteilerblock aus Edelstahl 316L: Die Kanäle verzweigen sich im Inneren, Flansche und Gewinde werden nach dem Druck mechanisch bearbeitet.

Hoffmann AM fertigt solche Teile additiv aus Metall und Kunststoff, als Prototyp, Einzelteil oder Kleinserie. Welches Verfahren und welcher Werkstoff passen, hängt von Funktion, Belastung, Stückzahl und Einsatzumgebung des Bauteils ab.

 

3D-gedruckter Verteilerblock aus Edelstahl 316L mit verzweigten Kanälen, gefrästen Flanschen und Gewindeanschluss für den Maschinenbau

Welche Vorteile bietet der 3D-Druck im Maschinen- und Anlagenbau?

Ersatzteile und Varianten ohne Werkzeug

Ohne Werkzeug lohnt sich die Fertigung schon ab einem Stück. Das hilft bei Ersatzteilen für bestehende Anlagen und bei Varianten, die nur in kleiner Zahl gebraucht werden.

Vorrichtungen nach Mass

Auflagen, Spannbacken und Anschläge für Montage- und Prüfvorrichtungen lassen sich direkt an die Kontur des Werkstücks anpassen. Ändert sich das Werkstück, wird einfach eine neue Version gedruckt.

Kanäle/Funktionen integrieren

Verteilerblöcke mit innenliegenden Kanälen oder Adapter mit Bajonett und Gewindeanschluss lassen sich im Metall-3D-Druck in einem Stück fertigen. Flansche, Gewinde und Passungen werden anschliessend mechanisch nachbearbeitet.

Kunststoffe und Metalle für Maschinen- und Anlagenbauteile

Für Leisten, Auflagen und Abdeckungen eignen sich oft Kunststoffe wie PA12. Teile, die Kräfte übertragen oder höheren Temperaturen ausgesetzt sind, fertigen wir aus Metall, zum Beispiel aus Edelstahl 316L, Aluminium oder Titan. Die folgenden Anwendungsbeispiele zeigen je ein Bauteil aus Metall und aus Kunststoff.

Adapter für fluidführende Systeme

Im Metall-3D-Druck gefertigter Bajonettadapter aus Edelstahl 1.4404 (316L) mit Innengewinde und Bajonett-Aufnahme

Auflage für eine Montagevorrichtung

Zwei 3D-gedruckte Auflagen aus orangem Kunststoff mit gewölbter Auflagefläche für eine Montagevorrichtung

Häufige Fragen zum 3D-Druck im Maschinen- und Anlagenbau

Wie schnell bekomme ich ein Ersatzteil aus dem 3D-Druck?

Oft innerhalb weniger Tage, sobald CAD-Daten vorliegen. Den Liefertermin für Ihr Bauteil zeigt der Online-Rechner direkt nach dem Upload. Liegen nur eine Zeichnung oder das alte Teil vor, kommt die Zeit für das Erstellen des CAD-Modells dazu.

Können 3D-gedruckte Ersatzteile Originalteile ersetzen?

Ja, wenn Werkstoff und Geometrie die Anforderungen des Originalteils erfüllen. Grundlage sind CAD-Daten oder eine Zeichnung. Die Eignung prüfen wir gemeinsam anhand von Funktion und Belastung.

Lohnt sich der 3D-Druck auch für einfache Teile?

Bei einfachen Formen ist Fräsen oft günstiger. Der 3D-Druck lohnt sich vor allem bei kleinen Stückzahlen, vielen Varianten, kurzen Lieferzeiten oder Formen, die spanend nur aufwendig herstellbar sind.

Sind gedruckte Metallteile für Hydraulik und Pneumatik dicht?

Ja, Bauteile aus dem Laser-Pulverbettschmelzen sind nahezu vollständig dicht. Dicht- und Anschlussflächen werden nach dem Druck CNC-bearbeitet, damit Dichtungen sauber anliegen. Für druckführende Teile empfiehlt sich eine Druckprüfung am fertigen Bauteil.

Wie entstehen Gewinde und Passungen?

Bei Metallteilen werden Gewinde und Passungen nach dem Druck geschnitten, gedreht oder gefräst. So sind Normgewinde und enge Toleranzen möglich. In Kunststoffteilen eignen sich eingesetzte Gewindebuchsen aus Metall für Schrauben, die öfter gelöst werden. Markieren Sie solche Stellen in der Zeichnung.

Welche Nachbearbeitung ist möglich?

Metallteile werden spannungsarmgeglüht und gestrahlt, Passungen und Funktionsflächen bei Bedarf CNC-bearbeitet. Für Kunststoffteile bieten wir je nach Werkstoff an:

  • Lackieren
  • Gleitschleifen
  • Spachteln & Lackieren
  • Einfärben
  • Gleitschleifen & Einfärben
  • Chemisch Glätten
  • Verdichtungsstrahlen
  • Metallisieren

Sie entwickeln ein Bauteil für den Maschinen- oder Anlagenbau?

Teilen Sie uns Funktion, Bauraum, Stückzahl und Einsatzbedingungen Ihres Bauteils mit. Wir prüfen mit Ihnen, welcher Werkstoff, welches Fertigungsverfahren und welche Nachbearbeitung zu Ihrem Projekt passen.

Onur Yildirim, Head of Sales Additive Manufacturing bei Hoffmann AM
Sie möchten mit uns in Kontakt treten?

Onur Yildirim

Head of Sales Additive Manufacturing

 +49 89 83 919 898 

  3d@hoffmann-am.com 

 Fislisbach, Schweiz