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3D-Druck für die Automobilindustrie

Additive Fertigung unterstützt die Automobilindustrie bei der Entwicklung von Prototypen, der Herstellung von Montagehilfen und der Fertigung funktionaler Bauteile in kleinen Stückzahlen. Hoffmann AM prüft gemeinsam mit Ihnen, welches 3D-Druckverfahren und Material zu Ihrer Anwendung passen.

 

Wo wird 3D-Druck in der Automobilindustrie eingesetzt? 

  • Prototypen und Designmodelle
    3D-gedruckte Prototypen helfen, Form, Einbauraum und Bauteilkonzepte früh zu beurteilen. Änderungen können in der Entwicklung schnell in neue Modelle einfliessen. 
  • Montagehilfen und Vorrichtungen
    Individuelle Halter, Lehren und Vorrichtungen unterstützen wiederkehrende Arbeitsschritte in Montage und Qualitätssicherung. Ihre Geometrie lässt sich auf das jeweilige Bauteil und den Arbeitsplatz abstimmen. 
  • Funktionale Bauteile und Kleinserien
    Für spezielle Anwendungen oder geringe Stückzahlen können additiv gefertigte Bauteile eine flexible Lösung sein. Beispielsweise Halter, Gehäuse, Abdeckungen oder Leitungselemente. Ob ein Bauteil geeignet ist, hängt von seiner Funktion und den Einsatzbedingungen ab. 
3D-gedrucktes Designmodell einer Automobil-Rückleuchte mit transparenten Bereichen

Welche Vorteile bietet 3D-Druck in der Automobilentwicklung?

Entwicklung verkürzen

Setzen Sie Design- und Bauteiländerungen schnell als Prototyp um. So können Sie Entwürfe früher beurteilen und in der Entwicklung gezielt weiterentwickeln.

Bauteile individuell gestalten

Passen Sie Geometrien an Einbauraum, Funktion und Konstruktion an. Das ist besonders bei komplexen Formen und spezifischen Fahrzeugkomponenten hilfreich.

Funktionen früh überprüfen

Prüfen Sie Abmessungen, Verbindungen und ausgewählte Funktionen bereits am gedruckten Bauteil. Material und Verfahren werden passend zur geplanten Anwendung ausgewählt.

Welches Material passt zur Anwendung?

Welcher Werkstoff geeignet ist, hängt davon ab, was das Bauteil im Fahrzeug leisten muss:
Leicht und flexibel sein, Belastungen aushalten oder bei höheren Temperaturen eingesetzt werden. Hoffmann AM bietet dafür verschiedene Kunststoffe, Metalle und Harze im 3D-Druck an. 

Thermoplaste

  • PA 12

  • PA 11

  • ABS

  • PP

  • TPU

 

Typische Anwendungen:

Geeignet für leichte Funktionsprototypen, Gehäuse, Halterungen und flexible Komponenten. PA 12 eignet sich besonders für robuste Bauteile mit komplexer Geometrie. TPU kommt infrage, wenn das Bauteil elastisch sein soll.

Faserverstärkte Kunststoffe

  • PA-GF

  • PA-CF
  • Onyx

 

Typische Anwendungen:

Für steife und belastbare Bauteile sowie Vorrichtungen, Werkzeuge und Montagehilfen in der Fahrzeugproduktion. Die Glas- oder Kohlefasern machen die Teile steifer als unverstärkte Kunststoffe, und sie bleiben leichter als vergleichbare Metallteile.

Hochleistungs­kunststoffe

  • ULTEM 1010 (PEI)

  • PPSF/PPSU

 

Typische Anwendungen:

Für Prototypen und Prüfteile, die hohe Temperaturen oder besondere mechanische Anforderungen aushalten müssen, etwa im Motorraum. ULTEM 1010 hat eine Wärmeformbeständigkeit bis 216 °C. Ob ein Werkstoff passt, hängt von den konkreten Einsatzbedingungen ab.

Metalle

  • Aluminium (AlSi10Mg)
  • Edelstahl (1.4404 / 316L)
  • Titan (TiAl6V4)
  • Inconel (625 und 718)

 

Typische Anwendungen:

Für belastbare, leichte oder komplex geformte Metallkomponenten. Aluminium eignet sich, wenn ein geringes Gewicht wichtig ist. Edelstahl bietet Korrosionsbeständigkeit, Titan und Inconel kommen für spezielle Hochleistungs- oder Temperaturanforderungen infrage.

Harze

  • ACCURA 25

  • ClearVue

 

 

Typische Anwendungen:

Für detailreiche Design- und Verkleidungsprototypen. ClearVue eignet sich, wenn transparente Bauteile oder transparente Bereiche benötigt werden, zum Beispiel bei Leuchtenmodellen.

Weitere Anwendungen im Fahrzeug

Sensorhalter für Fahrzeugtests

3D-gedruckte Sensorhalter aus PA12 GF für Fahrzeugtests in drei Varianten

Steuergehäuse für Montagelinien

3D-gedruckte Steuergehäuse aus PP in belüfteter und geschlossener Ausführung für Montagelinien

Flexibler Luftführungsschlauch aus TPU

Flexibler Luftführungsschlauch aus TPU, im SLS-Verfahren 3D-gedruckt

Häufige Fragen zum 3D-Druck in der Automobilindustrie

Sind 3D-gedruckte Kunststoffteile so fest wie Spritzgussteile?

In der Zugfestigkeit kommen Teile aus SLS und MJF nah an Spritzguss aus vergleichbarem Werkstoff heran, sie sind aber etwas spröder. Ausserdem hängen die Eigenschaften leicht von der Baurichtung ab. Für Funktionsprototypen und Vorrichtungen reicht das meist, sicherheitsrelevante Teile müssen geprüft werden.

Halten gedruckte Teile Temperaturen und Medien im Motorraum aus?

Mit dem passenden Werkstoff ja. Entscheidend sind Dauertemperatur, Temperaturspitzen und der Kontakt mit Öl, Kraftstoff oder Kühlmittel. Für hohe Temperaturen kommen Hochleistungskunststoffe wie ULTEM 1010 oder Metalle infrage, PA 12 eignet sich eher für moderate Temperaturen. Nennen Sie uns die Einsatzbedingungen, dann schlagen wir einen Werkstoff vor.

Welche Toleranzen sind im Kunststoff-3D-Druck realistisch?

Als Richtwert etwa ±0,3 mm bzw. ±0,3 % der Abmessung bei SLS und MJF. Engere Passungen, Bohrungen oder Dichtflächen werden nachbearbeitet. Markieren Sie solche Stellen in einer Zeichnung, damit sie bei der Fertigung berücksichtigt werden.

Kann ich mit einem gedruckten Prototyp die Spritzgussserie absichern?

Für Form, Einbau und Montage ja: Passt der gedruckte Prototyp, passt in der Regel auch das Serienteil. Das Werkstoffverhalten unterscheidet sich aber, etwa bei Steifigkeit und Dauerfestigkeit. Für Tests, die seriennahes Material erfordern, eignen sich Vakuumguss oder Prototypenwerkzeuge besser.

Wie schnell erhalte ich gedruckte Bauteile?

Den Liefertermin zeigt der Online-Rechner direkt nach dem Hochladen Ihrer CAD-Datei. Er hängt vor allem von Verfahren, Stückzahl und Nachbearbeitung ab. Zum Vergleich: Ein Ventilgehäuse, das konventionell 1,5 Monate gedauert hätte, war im 3D-Druck innerhalb einer Woche fertig.

Welche Unterlagen brauchen Sie für ein Angebot?

Für den Start genügt ein 3D-Modell als STEP-Datei. Hilfreich sind ausserdem Stückzahl, Werkstoff oder die Anforderungen an das Bauteil, Toleranzen, Oberfläche und Ihr Wunschtermin. Für Standardteile erhalten Sie den Preis direkt im Online-Rechner.

Sie planen ein 3D-Druckprojekt für die Automobilindustrie?

Teilen Sie uns Funktion, Bauraum, Stückzahl und Einsatzbedingungen Ihres Bauteils mit. Wir prüfen mit Ihnen, welcher Werkstoff, welches Fertigungsverfahren und welche Nachbearbeitung zu Ihrem Projekt passen.

Prototypen aus Kunststoff

Für Anschauungsmodelle, Gehäuse, Montageversuche und viele Funktionstests. Je nach Anforderung stehen unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Steifigkeit, Flexibilität und Temperaturbeständigkeit zur Auswahl.

Prototypen aus Metall

Für Anwendungen, bei denen metallische Eigenschaften gefragt sind – etwa bei mechanisch oder thermisch beanspruchten Komponenten und komplexen Funktionsbauteilen.

Onur Yildirim, Head of Sales Additive Manufacturing bei Hoffmann AM
Bereit für Ihren ersten Prototyp? Sprechen Sie mit uns.

Onur Yildirim

Head of Sales Additive Manufacturing

 +49 89 83 919 898 

  3d@hoffmann-am.com 

 Fislisbach, Schweiz