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Sensorhalter für Fahrzeugtests aus dem 3D-Druck

Ein individueller Sensorhalter für Testfahrzeuge, abgestimmt auf den vorhandenen Bauraum, den Sensor und die jeweilige Messaufgabe. Additiv gefertigt für ein Entwicklungsprojekt, in dem sich Anforderungen schnell ändern. 

 

Wenn der Messpunkt entscheidend ist

Bei einem Fahrzeugtest soll ein Entwicklungsteam Schwingungen an einer Fahrwerkskomponente erfassen. Der Sensor muss dafür an einer bestimmten Stelle befestigt und während der Messung sicher gehalten werden. Am Bauteil selbst gibt es jedoch keine passende Aufnahme. Eine Standardhalterung passt nicht in den engen Bauraum oder lässt sich nicht im gewünschten Winkel ausrichten.

Für einen einmaligen Prüfaufbau eine aufwendige Sonderlösung zu konstruieren, kostet Zeit. Und wenn sich die Einbausituation beim nächsten Entwicklungsstand ändert, beginnt die Anpassung von vorn.

Genau hier kann ein individuell gefertigter Sensorhalter helfen.

3D-gedruckte Sensorhalter aus PA12 GF für Fahrzeugtests in drei Varianten

Die Lösung: An Fahrzeug, Sensor und Messaufgabe angepasst

Der Halter wird so ausgelegt, dass er zur vorgesehenen Montagefläche und zum verwendeten Sensor passt. Befestigungspunkte, Sensoraufnahme und Bauraum können gemeinsam betrachtet werden. Bei Bedarf lassen sich auch Kabelführung oder Zugentlastung in die Konstruktion integrieren.

Ändert sich die Fahrzeuggeometrie oder die Position des Messpunkts, kann die Halterung angepasst und als neue Variante gefertigt werden. So erhält das Entwicklungsteam eine Lösung, die zum aktuellen Prüfaufbau passt, ohne ein Werkzeug für ein einzelnes oder nur in kleiner Stückzahl benötigtes Bauteil herstellen zu müssen.

Fertigung im Überblick

Für den Testlauf wurden drei unterschiedliche Haltergeometrien benötigt, jede Variante wurde zehnmal gefertigt. So konnten 30 Halter an 30 Sensorpositionen in zwei Testfahrzeugen eingesetzt werden.

Fertigungsdaten

Werkstoff
Glasfaserverstärktes Polyamid 12 (PA12 GF)


Verfahren
Selektives Lasersintern (SLS)


Stückzahl
30 Halter in 3 Varianten (je 10 Stück)


Branche
Automobilindustrie, Fahrzeugerprobung

Einsatz

  1. 2 Testfahrzeuge
  2. 15 Sensorpositionen je Fahrzeug
  3. Kleinserie ohne separate Formwerkzeuge

Was der Sensorhalter im Testbetrieb ermöglicht

Sensoren am Messpunkt befestigen

Der Halter wird auf den verwendeten Sensor und die Einbausituation abgestimmt. So lässt sich der Sensor dort montieren, wo die Messdaten im Fahrzeugtest benötigt werden.

Position und Ausrichtung festlegen

 

Sensoraufnahme und Befestigungspunkte lassen sich passend zur Messaufgabe konstruieren. So kann der Sensor im Prüfaufbau gezielt ausgerichtet und wiederholt montiert werden. 

Varianten für neue Fahrzeugstände erstellen

Ändern sich Montagefläche oder Bauraum, kann die Haltergeometrie angepasst werden. Einzelstücke und Varianten lassen sich additiv fertigen, ohne dafür ein separates Werkzeug herzustellen. 

Häufige Fragen zum Sensorhalter

Verfälscht ein 3D-gedruckter Halter Schwingungsmessungen?

Nicht, wenn er steif genug ausgelegt ist. Jeder Halter hat eine eigene Resonanzfrequenz, und die sollte deutlich über dem Frequenzbereich liegen, den Sie messen. Kurze Hebelarme, Rippen und ein steifer Werkstoff wie glasfaserverstärktes PA12 heben die Eigenfrequenz an. Bei kritischen Messungen lohnt sich ein Anschlagtest am fertigen Halter.

Kann man Gewinde direkt in den Halter drucken?

Für Schrauben, die öfter gelöst werden, besser nicht: Gedruckte Kunststoffgewinde verschleissen schnell. Zuverlässiger sind eingesetzte Gewindebuchsen aus Metall oder Durchgangsbohrungen mit Mutter. Geben Sie in der Anfrage an, wie oft der Sensor umgesetzt wird, dann berücksichtigen wir das bei der Prüfung Ihrer Daten.

Was brauchen Sie, um einen Sensorhalter zu fertigen?

Am besten ein CAD-Modell des Halters als STEP-Datei. Für die Prüfung helfen zusätzlich Angaben zu Sensor, Einbaulage und Umgebung, etwa Temperatur, Spritzwasser oder Öl. So lässt sich der Werkstoff passend wählen.

Sie entwickeln ein Bauteil für ein Fahrzeug oder einen Prüfaufbau?

Neben Sensorhaltern fertigen wir individuelle Kunststoff- und Metallbauteile für Prototypen, Erprobungsfahrzeuge und Versuchsaufbauten. Senden Sie uns Ihre CAD-Daten oder beschreiben Sie Ihre Anforderungen, wir prüfen, welches Fertigungsverfahren und welcher Werkstoff infrage kommen. 

Mehr dazu: 3D-Druck für die Automobilindustrie

Onur Yildirim, Head of Sales Additive Manufacturing bei Hoffmann AM
Bereit für Ihren ersten Prototyp? Sprechen Sie mit uns.

Onur Yildirim

Head of Sales Additive Manufacturing

 +49 89 83 919 898 

  3d@hoffmann-am.com 

 Fislisbach, Schweiz